Grundsätzlich gilt: Heilpraktiker/innen dürfen die Erkrankung weder diagnostizieren noch behandeln (Infektionsschutzgesetz)

Aktuell

Risikogebiete Das RKI weist wieder Länder als Risikogebiet aus. Weitere Infos
Bezug von Masken Deutlicher Sonderpreis (nochmals reduziert) für FH-Mitglieder und eine gute Bestellmöglichkeit Weitere Infos

 

Bezug von Masken - Antikörpertest - Heinsberg Studie - Übertragungsweg - RKI Hygieneempfehlung - Praktische Tipps für den Behandlungsablauf - Meldepflicht und Behandlungsverbot - Links und weitere Emfpfehlungen

 Masken
 - Sonderpreis für unsere Mitglieder
Derzeit können einfache medizinische Masken mit folgenden Verpackungseinheiten von (20 Stück eingeschweißt/200 Stück im Polybeutel/3000 Stück im Umkarton) sowie FFP2-Masken in einer Einheit von 20 Masken bestellt und geliefert werden (solange der Vorrat reicht):

SportPoint Nils Dornow, 59929 Brilon, E-mail: info@sportpoint-international.de, Tel. 029619117810

Preise: 
Disposable Medical Mask Euro 1,00 netto pro Stck., Sonderpreis für unsere Mitglieder: 0,70 Euro netto (plus MWSt.)
FFP2-Maske: Euro 4,90 netto pro Stck., Sonderpreis für unsere Mitglieder: 3,25 Euro netto (plus MWSt.)
Die Netto-Preise gelten bei Abnahme von Verpackungseinheiten.
Bei einer Stückzahl von unter 200 Stk. wird für unsere Mitglieder kein Mindermengenzuschlag von 10,-€ mehr erhoben.
Versandkosten werden nach Menge und Gewicht berechnet.
Zertifikate können auch gerne eingefordert werden, sofern die Bestellung bereits platziert ist.

Wichtige Hinweise: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html


Hinweis zum Anti-Körpertest
IfSG: Die Feststellung oder die Heilbehandlung einer in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 oder in § 34 Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 7 genannten Krankheitserreger oder einer sonstigen sexuell übertragbaren Krankheit darf nur durch einen Arzt erfolgen.

Die bisher uns bekannten Anti-Körpertests im Zusammenhang mit Covid-19 bzw. dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind diagnostisch aufgestellt. In der Regel wird sowohl der IgM als auch der IgG-Wert erhoben. Der IgM-Wert z.B. weist auf das akute Geschehen hin und ist damit auf jeden Fall Diagnostik. Wir raten ab, den Test durchführen zu lassen. Es droht ein Verfahren nach dem IfSG, dass bis zum Berufsverbot gehen könnte.


Die Heinsberger Gangelt-Studie der Universität Bonn
„Heinsberg-Studie" des Bonner Universitätsklinikums jetzt auch in deutscher Übersetzung
Die Ergebnisse der Studie zur Entwicklung der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg, die im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums von Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Universitätsklinikum Bonn verfasst wurde, stehen nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zunächst gab es die Studie - wie im Wissenschaftsbetrieb weltweit üblich - nur in englisch. Die Studie kann über das Gesundheitsministerium NRW heruntergeladen werden: https://www.mags.nrw/coronavirus
Ein repräsentatives Zwischenergebis wurde am 9.4.2020 zusammen mit der Landesregierung vorgestellt. Die gesamte Pressekonferenz kann hier angeschaut werden:
https://www.youtube.com/watch?v=VnrHamW8OXQ


Der Übertragungsweg

In der Bevölkerung
Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Aerogene (über die Luft) und Kontakt-Übertragungen spielen vermutlich eine geringere Rolle.
Tröpfcheninfektion: Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden...
Medizinischer Sektor

Im medizinischen Sektor sind alle potentiellen Übertragungswege von Bedeutung und müssen durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden. Ein Hochrisikosetting sind Aerosol-produzierende Vorgänge, wie z. B. Intubation, Bronchoskopie oder zahnärztliche Prozeduren, bei denen eine Übertragung mittels Aerosol auf ärztliches/pflegerisches Personal möglich ist. Zur Verhinderung der Übertragung werden bei diesen Tätigkeiten spezielle Atemschutzmasken durch die betroffenen Berufsgruppen getragen.
Quelle und weitere Informationen: Robert-Koch-Institut https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1


RKI-Empfehlungen zur Hygiene

Regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife (20 Sekunden lang oder zweimal „Happy Birthday“ singen und dabei mit Seife waschen)

Bei Husten und Niesen folgende Hustenetikette einhalten:
Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und wenden sich von ihnen ab.
Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.


Ein praktischer Tipp für den Behandlungsablauf
Flächendesinfektionsmittel, Händedesinfektionsmittel und einfacher Einmalmundschutz sollten/müssen vorhanden sein.
Die Patienten so einbestellen, dass sie sich nicht begegnen.
Es sollten also Wartezeiten und somit die Ansteckungsgefahr im Wartebereich vermieden werden. Ist dies nicht möglich und die Abstandsregel nicht einhaltbar, sind alle medizinisch arbeitenden Behandler/innen verpflichtet, auf das Tragen von Schutzmasken zu achten.
Vor Beginn des Termins abfragen, ob COVID-19 Symptome vorhanden sind.
Wenn die Patienten dies verneinen, kann die Behandlung erfolgen.
Den Beratungsplatz so umgestalten, dass 1,5 - 2 Meter Abstand zum Patienten eingehalten werden kann.
Bei manueller Behandlung:
- Vor und nach der Behandlung eine hygienische Händedesinfektion durchführen.
- Wenn während der Behandlung der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, einen Mundschutz tragen und nicht sprechen.
Nach dem Termin den Behandlungsraum lüften.
Alle Flächen, die in Kontakt mit der Haut des Patienten gekommen sein könnten (z.B. Behandlungsliege, Stuhllehnen, Türgriffe), sowie die Tischplatte des Beratungsplatzes mit einem Flächendesinfektionsmittel behandeln.
(Wir danken unserer Kollegin B.S. für diese Darlegung aus einem Gespräch mit dem Gesundheitsamt)

Aktueller Hinweis einer Kollegin aus Rheinland-Pfalz aus einem Beratungsgespräch mit dem Gesundheitsamt
Auch eine Heilpraktiker/innen-Praxis wird wie eine Arztpraxis unter Quarantäne gestellt, ist ein infizierter Patient dort behandelt worden. Bei invasiver Therapie und Körperkontakt kann die Quarantäne vermieden werden, wenn die Behandlung mit Schutzbrille, FFP3, bei 60 Grad waschbarer Kleidung und Schuhe verbleiben in der Praxis durchgeführt wird.

Verdachtsanalyse für eine Infektion
Akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/ oder Verlust von Geruchs-/ Geschmackssinn bei ALLEN Patienten unabhängig von Risikofaktoren

Akute mit Covid-19 vereinbare Symptome www.rki.de/covid-19-steckbrief, insbesondere auch Beschwerden der Atemwege (Husten, Schnupfen, Halskratzen) jeder Schwere oder unspezifische Allgemeinsymptome (z.B. Fieber) UND Kontakt mit einer Person, die sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Akute mit Covid-19 vereinbare Symptome www.rki.de/covid-19-steckbrief, insbesondere auch Beschwerden der Atemwege (Husten, Schnupfen, Halskratzen) jeder Schwere oder unspezifische Allgemeinsymptome (z.B. Fieber) UND hatte einen Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn.

Risikogebiete
Das RKI führt wieder Staaten auf, die aktuell als Gebiete, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, gelten.
Zitat RKI: "Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer, eine Pflicht zur Absonderung bestehen."

Die aktuelle Information des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Auszug aus der RKI-Empfehlung für den Verdachtsfall
"Ambulante Versorgung / Arztpraxis
•    Bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion ist der betroffene Patient bis zur Einweisung in ein Krankenhaus bzw. bis zur stationären Aufnahme in einem separaten Raum, getrennt von anderen Patienten unterzubringen. Personen, die unmittelbar Kontakt zum Patienten haben, sollen sich mit einem Schutzkittel, Schutzbrille, Einweghandschuhen und einem geeigneten Atemschutz schützen.
•    Unmittelbar nach der Einweisung des Patienten soll eine Desinfektion der Kontaktflächen mit einem mindestens begrenzt viruziden Mittel erfolgen.
Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals und in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen."


Der rechtliche Hinweis unseres beratenden Rechtsanwaltes Dr. R. Sasse
Behandlungsverbot und Meldepflicht
Durch die „Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus ("2019-nCoV")“ wurde die Meldepflicht entsprechender Verdachts-/Todesfälle bzw. Erkrankungen auch für Heilpraktiker ausdrücklich ausgeweitet. Es gilt:

(1) Die Pflicht zur namentlichen Meldung nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes wird auf den Verdacht einer Erkrankung, die Erkrankung sowie den Tod in Bezug auf eine Infektion ausgedehnt, die durch das erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretene neuartige Coronavirus („2019-nCoV“) hervorgerufen wird. Dem Gesundheitsamt ist in Abweichung von § 8 Absatz 3 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes die Erkrankung in Bezug auf die in Satz 1 genannte Krankheit auch dann zu melden, wenn der Verdacht bereits gemeldet wurde. Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der Verdacht einer Infektion nach Satz 1 nicht bestätigt.
(2) Die Meldung des Verdachts einer Erkrankung in Bezug auf die in Absatz 1 Satz 1 genannte Krankheit hat nur zu erfolgen, wenn der Verdacht nach dem Stand der Wissenschaft sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang begründet ist. Die vom Robert Koch-Institut auf der Grundlage des § 4 Absatz 2 Nummer 1 des Infektionsschutzgesetzes veröffentlichte Empfehlung zu der in Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit ist zu berücksichtigen.
(3) Die Pflicht zur namentlichen Meldung nach § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes wird auf den direkten oder indirekten Nachweis des in Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheitserregers ausgedehnt, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Zudem besteht ein Behandlungsverbot. Dies folgt aus § 24 IfSG n.F. Diese Norm lautet nun:

Die Feststellung oder die Heilbehandlung einer in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 oder in § 34 Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 7 genannten Krankheitserreger oder einer sonstigen sexuell übertragbaren Krankheit darf nur durch einen Arzt erfolgen.“

Das Behandlungsverbot bezieht sich ausschließlich auf die Behandlung des Coronavirus´, nicht auf die Behandlung hiervon unabhängiger Erkrankungen. Eine Behandlung solcher unabhängigen Erkrankungen dürfte jedoch aufgrund der Quarantänemaßnahmen nicht lebensnah sein.


Links und weitere Empfehlungen

Infektionsschutz-Hygiene in der Praxis
Bitte überprüfen Sie, ob Ihr Hygieneplan noch auf dem aktuellen Stand ist. In unserem Muster-Hygieneplan werden die grundsätzlich notwendigen allgemeinen und spezielle Hygienemaßnahmen detalliert beschrieben: Muster-Hygieneplan für unsere Mitglieder

Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärunghttps://www.infektionsschutz.de/hygienetipps.html

Bitte halten Sie sich über die Website des Robert-Koch-Institutes auf dem Laufenden:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit bestätigter Infektion durch SARS-CoV-2
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

Ihr Ansprechpartner in allen Fragen ist Ihr örtliches Gesundheitsamt.

Link zu unserer Information " Corona, Praxisausfall und Quarantäne - Antworten auf existentielle Fragen für die Heilpraktiker-Praxen - Mögliche Folgen der staatlichen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus SARS-COV-2" https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/352-corona-praxisausfall-und-quarantaene

Bezug von Masken - Antikörpertest - Heinsberg Studie - Übertragungsweg - RKI Hygieneempfehlung - Praktische Tipps für den Behandlungsablauf - Meldepflicht und Behandlungsverbot - Links und weitere Emfpfehlungen 

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