Werden Praxen geschlossen - Video-Sprechstunde - Legitimation als Heilpraktiker/in -

Problemstellung
Werden die Praxen geschlossen


Aktuell

Praxen

Die medizinische Versorgung durch die Heilpraktiker/innen unterliegt der normalen strengen Infektionshygiene, ist aber überall wieder möglich. Es besteht in der Regel Maskenpflicht auch für die Patient/innen der medizinischen Praxen. Ausnahmen müssen medizinisch begründet und sollten dokumentiert werden. In Sachsen, Schleswig-Holstein und einigen anderen Bundesländern z.B. entscheiden die Behandler bzw. Ärzte, ob in ihrer Praxis eine Maskierung notwendig ist oder nicht.

Bildungseinrichtungen
Seminare/Kurse
Heilpraktikerschulen

Wir warten weiterhin auf gangbare Regelungen für Seminare und Schulungsveranstaltungen, also Kleinveranstaltungen. Ob neue Regeln auch praktikabel sind, muss im Einzelnen geprüft werden. Private Bildungsbetriebe (z.B. NRW, Niedersachsen, Bayern u.a.) dürfen im Prinzip wieder arbeiten, aber nur, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können. Bedingt durch die Raumgrößen sind dann vielfach nur sehr wenige Teilnehmer/innen möglich, was die Frage der finanziellen Machbarkeit und Finanzierbarkeit aufwirft. Die derzeitige Richtschnur ist: 1,5 m Abstand und ein Hygienekonzept. In NRW kann seit dem 15.6.20 der Mindestabstand für Sitzplätze entfallen, wenn eine namentliche Platz-Liste zur Rückverfolgbarkeit erstellt wird.
Heilpraktikerschulen können auf der Website des Fachverband deutsche Heilpraktikerschulen e.V. weitere Informationen erhalten: FDHPS e.V.

Veranstaltungen Wir bieten inzwischen auch Online-Seminare an. Bitte schauen Sie auf unseren Veranstaltungskalender. Hier finden Sie alle unseren Planungen: Veranstaltungskalender
Kongresse

Es besteht eine gute Chance, dass wir unsere Kongresse Ende September (Düsseldorf/Neuss) und im November (Dresden) durchführen können. Wir nehmen also unsere Kongress-Planung wieder auf.  https://freieheilpraktiker.com/kongresse/kongresse-und-symposien.

Bayern

Maskenpflicht für psychotherapeutische Praxen - Eine fachliche Positionierung der Psychotherapeutenkammen Bayern: PTK Bayern

Heinsberg-Studie

„Heinsberg-Studie" des Bonner Universitätsklinikums jetzt auch in deutscher Übersetzung
Die Ergebnisse der Studie zur Entwicklung der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg, die im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums von Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Universitätsklinikum Bonn verfasst wurde, stehen nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zunächst gab es die Studie - wie im Wissenschaftsbetrieb weltweit üblich - nur in englisch. https://www.mags.nrw/coronavirus


Die Lage
Die Regeln für Veranstaltungen und Begegnungen wurden gelockert und fortlaufend neu definiert. Anstelle der Kontaktsperren ist die Verpflichtung zum Abstand-Halten und die Masken-Pflicht getreten. Eines hat sich aber bereits jetzt heraus gestellt: Es gibt Bundesländer, die unsere Arbeit akzeptieren und andere, die nur widerwillig Heilpraktiker/innen-Tätigkeiten zulassen. Damit haben wir einen ersten Einblick, was uns in der Auseinandersetzung um unsere Berufsgrundlagen erwarten wird und wer uns nicht wohlgesonnen ist. Und das lässt sich bereits heute - mit aller Vorsicht - parteilich zuordnen.

Wir berichten weiterhin so aktuell wie möglich, ob und welche Änderungen es für die Patient/innen-Versorgung durch uns Heilpraktiker/innen gibt. Derzeit hat sich die Lage überall deutlich gebessert. In allen Bundesländern können die Heilpraktiker/innen-Praxen wieder uneingeschränkt unter den infektionshygienischen Regeln arbeiten. Verordnungen verändern sich aber weiterhin in unberechenbaren Abständen. Wir können deshalb keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit übernehmen.

Baden-Württemberg . Bayern . Berlin . Brandenburg . Bremen . Hamburg . Hessen . Meckenburg-Vorpommern . Niedersachsen . Nordrhein-Westfalen . Rheinland-Pfalz . Saarland . Sachsen . Sachsen-Anhalt . Schleswig-Holstein . Thüringen .

Bitte informieren Sie uns auch weiterhin, welche wichtigen Aussagen Sie vor Ort bekommen haben, die wir dann veröffentlichen. Wir konnten auf diese Weise bundesweit erreichen, dass widersprüchliche Aussagen unterer Behörden zu einer oberbehördlichen Klarstellung geführt hat bzw. führen wird. Von manchen wird übersehen, dass in der derzeitigen staatlich geregelten Notfallsituation zwar die jeweiligen Landesregierungen die Entscheidungshoheit haben, die Interpretation und vor allem Durchsetzung aber bei den örtlichen Polizeibehören, Ordnungs- und Gesundheitsämtern liegen.
Wir danken Ihnen allen für Ihre Mithilfe.

Abgrenzung Heilpraktiker/innen und Gesundheits-Dienstleister
Landesregierungen und Behörden haben immer wieder gezeigt, dass sie den Unterschied von Heilpraktiker/innen und Gesundheitsdienstleistern nicht verstehen, obgleich es hier eine klare und eindeutige Bundesgesetzgebung gibt: Die Heilpraktikererlaubnis berechtigt (und verpflichtet) - wie die ärztliche Approbation – zur selbständigen Ausübung von Heilkunde. Die Grenzen der Befugnisse eines Heilpraktikers ergeben sich nur aus Arztvorbehalten in Spezialgesetzen (z. B. § 24 IfSG). Die Tätigkeit eines Heilpraktikers kann man daher ohne weiteres unter die Begrifflichkeit „medizinische Behandlungen“ einordnen. Unsere Tätigkeit ist für die Versorgung der Menschen in der aktuellen Situation unerlässlich.

Fazit: Wir sind keine Gesundheits-Dienstleister und haben in dieser Einordnung nichts zu suchen. Eine rechtliche Information durch unseren beratenden Rechtsanwalt Dr. R. Sasse zur Abgrenzung von Heilpraktiker/innen (Heilkunde-Beruf) und Gesundheitsfachberufen (Delegationsberufe) vom 30.03.2020 kann hier heruntergeladen und den Ämtern übergeben werden:
Rechtliche Information zum Status der Heilpraktiker/innen

Sicher dagegen ist: Auch unsere Praxen müssen den hohen infektionshygienischen Standard erfüllen (s. Hygieneplan, RKI-Vorschriften).
Ein infektionshygienischer Ablauf wird von uns beispielhaft hier beschrieben:
https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/351-coronavirus-sars-cov-2-wichtige-informationen


Erlass-Infos
Die Meldungen aus den Gesundheitsämtern resultieren aus den Informationen, die praktizierende Kolleginnen und Kollegen telefonisch oder per Mail von "ihrem" Gesundheitsamt erhielten oder die von uns zentral recherchiert wurden. In allen Bundesländern wird die Arbeit der Heilpraktiker/innen-Praxen akzeptiert. Wir aktualisieren die entsprechenden Passagen in den Verordnungen deshalb nur noch nach Notwendigkeit. Wichtig bleiben die Links zu den Verordnungen in den Bundesländern. Auch die Regelungen für Kurse und Seminare werden derzeit immer wieder angepasst. Auch hier aktualisieren wir nur noch nach Notwendigkeit.

Baden-Württemberg . Bayern . Berlin . Brandenburg . Bremen . Hamburg . Hessen . Meckenburg-Vorpommern . Niedersachsen . Nordrhein-Westfalen . Rheinland-Pfalz . Saarland . Sachsen . Sachsen-Anhalt . Schleswig-Holstein . Thüringen .

Baden Württemberg
Corona-Verordnung – CoronaVO
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/
Praxistätigkeit und Bildungsbetriebe
§ 4  Der Betrieb folgender Einrichtungen wird bis zum 5. Juni 2020 für den Publikumsverkehr untersagt:
(1) 2. Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien, Fortbildungseinrichtungen …
(2) Von der Untersagung nach Absatz 1 sind ausgenommen:
Bildungseinrichtungen jeglicher Art im Sinne von Absatz 1 Nummer 2 einschließlich der Abnahme von Prüfungen, ausgenommen Musikschulen und Jugendkunstschulen, soweit die Voraussetzungen nach Absatz 6 erfüllt sind,
(3) Betriebe und Einrichtungen mit Publikumsverkehr haben darauf hinzuwirken, dass im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten und des Notwendigen der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden. Insbesondere ist darauf hinzuwirken, dass ein Abstand von möglichst 2 Metern, mindestens 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind; dies gilt nicht, soweit eine engere körperliche Nähe nicht zu vermeiden ist, insbesondere bei Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln, der Erbringung ärztlicher, zahnärztlicher, psychotherapeutischer, pflegerischer und sonstiger Tätigkeiten der Gesundheitsversorgung und Pflege im Sinne des Fünften und des Elften Buchs Sozialgesetzbuch sowie der Erbringung von Assistenzleistungen im Sinne des Neunten Buchs Sozialgesetzbuch einschließlich der Ermöglichung von Blutspenden.
Auslegungshinweis vom 07.05.2020: 
Diese Dienstleistungen dürfen weiter erbracht werden: Freie Berufe (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, etc.)
Direkter Download der Auslegungsliste: https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-wm/intern/Dateien_Downloads/Auslegungshinweise_zur_Corona-Verordnung.pdf

Bayern
Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/
"Mit Wirkung ab dem 6. Mai 2020 entfällt die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort.
§ 12 (3) In Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden, gilt Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 mit der Maßgabe entsprechend, dass die Maskenpflicht entfällt, soweit die Art der Leistung sie nicht zulässt. Weitergehende Pflichten zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bleiben unberührt."

Erläuterungen des Staatsministeriums des Innern zu den Heilpraktiker/innen-Häufige Fragen Stand 13. Mai 2020
"Darf ich zum Arzt oder Heilpraktiker?
Ja, das ist möglich. Mit Wirkung ab dem 6. Mai 2020 entfällt zudem die allgemeine Ausgangsbeschränkung, sodass sich die Frage nach einem triftigen Grund wie etwa einen Arztbesuch nicht mehr stellt. Die bestehende Kontaktbeschränkung und das Distanzgebot gelten fort. Jeder ist demnach angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Die allgemeine Maskenpflicht beim Besuch von Dienstleistungsbetrieben entfällt nur, soweit die Art der Leistung das Tragen einer Maske nicht zulässt. Sie sollten die Maske nur absetzen, wenn es die Untersuchung erfordert, z.B. bei einem Zahnarzt." Quelle: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

Maskenpflicht für psychotherapeutische Praxen
Fachliche Positionierung der Psychotherapeutenkammer Bayern https://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/li_aenderungbayerischeinfektionsschutzmassnahmen.html

Berlin
Die Tätigkeit der Heilpraktiker/innen ist ab dem 22.04. zulässig.
Wir zitieren aus der Antwort des Krisenstabes der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vom 23.04.2020 an unseren Verband: "...vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zu der von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vertretenen Rechtsauffassung zur Tätigkeit von Heilpraktikern und Heilpraktikerinnen nach Maßgabe der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV) in der bis zum 21.04.2020 geltenden Fassung.
Mit Wirkung vom 22.04.2020 wurde die SARS-CoV-2-EindmaßnV überarbeitet. Durch den Wegfall von bestimmten Beschränkungen für das Verlassen der Wohnung – konkret: das Regelbeispiel des Nachsuchens dringend erforderlicher medizinischer Versorgung einschließlich der Pflicht zur Geltendmachung eines Grundes zum Verlassen eines Hauses – ist ein Element der Gesamtschau für das hier erarbeitete Verständnis zur Heilpraktiker-Tätigkeit entfallen. Mit diesem Wegfall haben sich die Gewichtungen in der nun geltenden Verordnung verschoben.
Für die Zeit ab dem 22.04.2020 wird daher hier die SARS-CoV-2-EindmaßnV so verstanden, dass Heilpraktikern und Heilpraktikerinnen die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht durch die SARS-CoV-2-EindmaßnV untersagt ist.
Für die Ausübung der Tätigkeit sei auf die in § 2 Abs. 1 und 2 SARS-CoV-2-EindmaßnV benannten Hygieneregeln hingewiesen. Mit freundlichen Grüßen"

Sechste Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 07. Mai 2020: Es gibt für heilkundliche Behandlungen keinen gesonderten § mehr. Quelle: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

Bildungseinrichtungen: Verordnung 4. Teil Bestimmungen für Schulen und Bildungseinrichtungen … § 12 Schulen und Bildungseinrichtungen ...
(6) Sonstige Bildungsangebote für Erwachsene einzeln oder in Gruppen, die nicht unter § 13 fallen, sind unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Hygieneregeln nach § 2 Absatz 1 ab dem 11. Mai 2020 gestattet. Bildungsangebote, die das gemeinsame Sporttreiben sowie die gemeinsame Zubereitung oder den gemeinsamen Verzehr von Lebensmitteln beinhalten, sind nicht zugelassen.

Brandenburg
Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung …
https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/start/themen/gesundheit/oeffentlicher-gesundheitsdienst/informationen-zum-neuartigen-coronavirus/
Praxen
Es gibt derzeit für die helfenden Berufe keine spezifischen Einträge und VO-Regeln mehr.

25.04.20 Information vom Koordinierungszentrum Krisenmanagement Henning-von-Tresckow-Str. 9-13 14467 Potsdam 0331/866 2465 an unseren Kollegen (uns zur Kenntnis am 25.04.20)
„Sehr geehrter Herr …, vielen Dank für Ihre Nachricht zur Tätigkeit von Heilpraktikern.
Gemäß § 2 Absatz 2 der Eindämmungsverordnung für das Land Brandenburg gilt das Verbot der körpernahen Dienstleistungen nicht für Dienstleister im Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, soweit diese medizinisch notwendige Behandlungen erbringen. Heilpraktiker üben nach § 1 Heilpraktikergesetz Heilkunde aus und sind damit von der Ausnahme umfasst.
Bei der Tätigkeit (medizinisch notwendige Behandlungen) sind die Hygienestandards nach § 11 der Eindämmungsverordnung einzuhalten.
In anderen Bundesländern können andere Regelungen gelten. …“

Veranstaltungen
§ 5 Veranstaltungen, Versammlungen, Ansammlungen, Zusammenkünfte
Absatz (4) Ausgenommen von der Untersagung nach Absatz 1 sind …
12. die Wahrnehmung von Bildungsangeboten in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich jeweils mit bis zu fünf Schülerinnen und Schülern, …

Absatz (5) In den Fällen des Absatz 4 Nummer 2 bis 14 haben die Verantwortlichen sicherzustellen, dass die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Dies beinhaltet insbesondere
1. Zugangskontrollen und -beschränkungen durch den Veranstalter entsprechend der Höchstteilnehmendenzahl,
2. Erfassung des Vor- und Familiennamens, der vollständigen Anschrift und der Telefonnummer der Teilnehmenden in einer Anwesenheitsliste, Aufbewahrung der Anwesenheitsliste für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung und Herausgabe der Liste an das zuständige Gesundheitsamt auf Verlangen; nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist die Anwesenheitsliste zu vernichten,
3. die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, vorherige Markierung der zur Verfügung stehenden Sitz- oder Stehplätze, zeitversetztes Betreten und Verlassen des Raumes zur Einhaltung der Abstände bei Beginn und Ende der Veranstaltung; das Abstandsgebot gilt nicht für die praktische Ausbildung im Sinne des Absatzes 4 Nummer 11.

Bremen
Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
§ 6 (3) Ansammlungen und Zusammenkünfte von Menschen sind abweichend von Absatz 1 Satz 1 zulässig:
Punkt 4. für die Wahrnehmung von Aufgaben in Krankenhäusern, medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, ärztlichen Praxen, Praxen der Psychotherapie, Praxen der Physiotherapie oder der Anschlussheilbehandlung, Einrichtungen der Geburtshilfe, anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens, Apotheken und Sanitätshäusern, Einrich- tungen der Jugend- und Familienhilfe, sozialen Hilfs- und Beratungseinrichtungen sowie veterinärmedizinischen Einrichtungen, soweit der Besuch nicht gesondert eingeschränkt ist,... https://www.inneres.bremen.de/

Dazu führt der Senator des Inneren aktuell aus: Fragen & Antworten
10. Welche Veranstaltungen sind verboten?
Zusatz: An Volkshochschulen, Fahr- oder Flugschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Quartiersbildungseinrichtungen, Musikschulen sowie sonstigen öffentlichen oder privaten Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung dürfen Präsenzveranstaltungen stattfinden. Selbstverständlich gelten auch hier die Abstands- und Hygieneregeln. Für Gesang- und Sportunterricht oder vergleichbare Angebote gilt, dass pro Person eine Fläche von mindestens 10 Quadratmetern zur Verfügung zu stellen ist. Sportliche Angebote dürfen nur im Freien stattfinden. Die Einrichtungen müssen einen Hygieneplan vorhalten und bei Bedarf aktualisieren.

14. Gibt es Einschränkungen für Dienstleister und Handwerker?
Die Leistung bei der Kundin oder beim Kunden darf erbracht werden.
Für den individuellen Kundenverkehr (z.B. medizinische, psychologische Heil- und Hilfedienstleistungen, Freiberufler) gilt es, Einzeltermine zu vereinbaren. Der Abstand zwischen den Kundinnen und Kunden von mindestens 1,5 Metern muss eingehalten werden; dies gilt auch für den Wartebereich. Bei der Arbeit ist eine Maske zu tragen und nach jeder Bedienung sind die Hände zu waschen. Es muss ein Hygieneplan erstellt werden, der dem Ordnungsamt auf Verlangen vorgewiesen werden muss.
https://www.inneres.bremen.de/startseite/corona__die_haeufigsten_fragen_und_antworten-23460
Gesundheitliche Dienstleistungen (medizinisch notwendige) sind zulässig. (26.03.20 Ordnungsamt)

Hamburg
Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO)
§ 3 Erlaubte Kontakte, Ansammlungen, Versammlungen und Veranstaltungen
(1) Abweichend von §§ 1 und 2 sind Kontakte, Ansammlungen, Versammlungen und Veranstaltungen von Personen zulässig:
1. Für die Berufsausübung im Sinne des Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes, soweit diese nicht gesondert eingeschränkt ist,
4. in Krankenhäusern, medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen, ärztlichen Praxen, Einrichtung der Anschlussheilbehandlung sowie sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens, Apotheken und Sanitätshäusern, Leistungserbringern der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe, Einrichtung der Jugend- und Familienhilfe, sozialen Hilfs- und Beratungseinrichtungen sowie veterinärmedizinischen Einrichtungen, soweit der Besuch nicht gesondert eingeschränkt ist,
https://www.hamburg.de/verordnung/

Heilpraktiker dürfen arbeiten, soweit sie gesund sind und nicht unter Quarantäne stehen (Gesundheitsamt Altona, 26.03.2020)

Hessen
Die Auslegungshilfe führt Heilpraktiker/innen unter Punkt 6 Dienstleistungen und Handwerkstätigkeiten auf: Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen. Für Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, gelten verschärfte Hygieneregeln, da das Übertragungsrisiko durch unvermeidliche Nahkontakte während der Erbringung der Dienstleistung deutlich gesteigert ist. Körpernahe Dienstleistungen erbringen beispielsweise: . Heilpraktiker
Hygieneregeln Körpernahe Dienstleistungen
Für Personen, die in Betrieben mit körpernahen Dienstleistungen tätig sind, gilt für die gesamte Dauer eines Kundenkontaktes die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Für Kundinnen und Kunden gilt, dass das Betreten nur gestattet ist, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.
Kundinnen und Kunden ist die Abnahme nur gestattet, soweit und solange die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.
Die Begleitung betreuungsbedürftiger Personen (beispielsweise Kinder unter 6 Jahren) ist zulässig).
https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht#Dienstleistung

Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen-0
§ 6 Dienstleistungen
 …
(2) Personen, die in Betrieben mit körper­nahen Dienstleistungen,…müs­sen für die gesamte Dauer eines Kunden­kontaktes eine Mund­Nasen­Bedeckung nach § 1 Abs. 6 Satz 2 tragen. Das Betreten des Publikumsbereichs von Betrieben und Einrichtungen nach Satz 1 durch Kundinnen und Kunden ist nur gestattet, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Mund­ Nasen­Bedeckung nach § 1 Abs. 6 Satz 2 getragen wird. Den Kundinnen und Kunden ist die Abnahme der Mund­Nasen­Bede­ckung gestattet, soweit und solange die In­anspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund­Nasen­Bedeckung erfolgen kann….

§ 5 Bildungsangebote, Ausbildung
(1) Bei Bildungsangeboten außerhalb von Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes, beispielsweise in Volkshochschulen, Musik- und Kunstschulen oder nicht staatlich an- erkannten Ersatzschulen, hat der Unterricht in zahlenmäßig reduzierten Gruppen zu erfolgen, sodass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die Gruppengröße darf in der Regel 15 Personen nicht überschreiten. Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind einzuhalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die krankheitsbedingt, aufgrund ihres Alters oder des Stands ihrer geistigen, körperlichen und motorischen oder emotionalen und sozialen Entwicklung nicht in der Lage sind, den Mindestabstand einzuhalten, können nur einzeln unterrichtet werden.
Die Auslegungshilfe präzisiert.
5. Bildungsangebote, Ausbildung
Bei außerschulischen Bildungsangeboten sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten darf der Unterricht ausschließlich in zahlenmäßig reduzierten Gruppen erfolgen, sodass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt werden kann. Die Gruppengröße darf in der Regel 15 Personen nicht überschreiten. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene sind einzuhalten.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die krankheitsbedingt, aufgrund ihres Alters oder des Stands ihrer geistigen, körperlichen und motorischen oder emotionalen und sozialen Entwicklung nicht in der Lage sind, den Mindestabstand einzuhalten, können nur einzeln unterrichtet werden.
https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht#Bildung

Mecklenburg-Vorpommern
Verordnung der Landesregierung
§ 2 Abs. § 2 (8) In allen Arztpraxen, Psychotherapeutenpraxen und Praxen anderer Gesundheitsberufe sind die gestiegenen Hygieneanforderungen einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen. In den Praxisräumlichkeiten ist außerhalb der ärztlichen Konsultation zwischen den Menschen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Patienten sind außerhalb der ärztlichen Konsultation auch verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung (zum Beispiel Alltagsmaske, Schal, Tuch) zu tragen, wobei Kinder bis zum Schuleintritt und Menschen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder wegen einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und dies durch eine
ärztliche Bescheinigung nachweisen oder zur Erlangung der  ärztlichen Bescheinigung die Praxis betreten, hiervon ausgenommen sind.
https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Aktuelles--Blickpunkte/Wichtige-Informationen-zum-Corona-Virus/

Ergänzende Übersicht von Branchen, die ...geöffnet oder geschlossen sind. Folgende Unternehmen dürfen öffnen: Heilpraktiker gem. § 1 Abs. 4, Dienstleistung
Quelle https://www.regierung-mv.de/static/Regierungsportal/Ministerpr%C3%A4sidentin%20und%20Staatskanzlei/Dateien/pdf-Dokumente/Branchen%C3%BCbersicht.pdf

Niedersachsen
Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung...: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html
§ 3 Ausdrücklich zulässige Verhaltensweisen. Unter den Voraussetzungen des § 2 zulässig sind insbesondere die nachfolgend genannten Verhaltensweisen:
 3. die Inanspruchnahme ambulanter oder stationärer medizinischer, zahnmedizinischer, psychotherapeutischer und heilberuflicher Versorgungsleistungen wie Arztbesuche oder medizinischer Behandlungen;
Die Maskenpflicht nach § 9 gilt nicht für medizinische Behandlungen. Jedoch gelten die infektionshygienischen Regeln des RKI, insbesondere bei körpernahen Behandlungen,
s. auch https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/351-coronavirus-sars-cov-2-wichtige-informationen

07.05.2020 Landkreis Emsland ... Betreff Heilpraktikertätigkeit - Covid 19, Sehr geehrte Damen und Herren, ... Nach § 3 der o.g. Verordnung ist unter den Voraussetzungen des § 2 der o.g. VO u.a. die Inanspruchnahme von heilberuflichen Versorgungsleistungen wie Artzbesuche oder medizinische Behandlungen zulässig.
28.04.2020 Landkreis Lüneburg,
Amt für Ordnungsangelegenheiten: "Sehr geehrte ….., der Landkreis Lüneburg teilt Ihre bzw. die Rechtsauffassung des Berufs- und Fachverbandes Freie Heilpraktiker e. V. Die Heilpraktiker fallen unter die Regelung des § 3 Nr. 3. Die Behandlung ist damit zulässig, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist. Sie als Fachkraft beurteilen und entscheiden, ob die gesundheitliche Situation Ihres Patienten eine Behandlung erfordert/sich durch ein vorübergehendes Aussetzen sein Gesundheitszustand verschlimmern würde. Unter diesen Voraussetzungen können Sie den Praxisbetrieb starten."

Wir hatten dem niedersächsischen Ministerium unsere Rechtsauffassung übermittelt. Dieses Schreiben kann hier heruntergeladen und auch auch den örtlichen Ämtern übergeben werden.
Schreiben Rechtsauffassung vom 06.04.2020 (s/w 160 KB)
Schreiben Rechtsauffassung vom 06.04.2020 (farbig, 1,1 MB)

Private Bildungseinrichtungen
§ 2h Bildungsangebote
1Die Wahrnehmung von Bildungsangeboten und die Durchführung von Prüfungen an Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich, wie zum Beispiel in der Erwachsenenbildung, der Familienbildung, der Jugendbildung und der beruflichen Aus- und Weiterbildung, sowie an Musikschulen ist zulässig, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, einhält. 2Für Bläserensembles und Bläserorchester sowie Chöre ist zudem nur ein Instrumental- und Vokalunterricht im Einzelunterricht oder im Kleingruppenunterricht mit nicht mehr als vier Personen zulässig. 3Die Betreiberin oder der Betreiber einer Einrichtung nach Satz 1 ist darüber hinaus verpflichtet, Hygienemaßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern, sowie Möglichkeiten der Händereinigung zu gewährleisten.4Die Betreiberin oder der Betreiber ist verpflichtet, den Familiennamen, den Vornamen, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer jeder teilnehmenden Person zu dokumentieren und die Daten für die Dauer von drei Wochen nach Beendigung des Bildungsangebotes oder der Prüfung aufzubewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. 5Andernfalls darf die Dienstleistung nicht erbracht werden. 6Die Dokumentation ist dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen. 7Spätestens einen Monat nach Beendigung des Bildungsangebotes oder der Prüfung sind die Daten der betreffenden Person zu löschen.


Nordrhein-Westfalen
Verordnung zum Schutz .... 
https://www.mags.nrw/erlasse-des-nrw-gesundheitsministeriums-zur-bekaempfung-der-corona-pandemie

https://www.land.nrw/corona
§ 12 Abs. 3 regelt unsere Tätigkeit:

(3) Bei der Durchführung von Tätigkeiten der Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstiger Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gemäß § 1 des Heilpraktikergesetzes befugt sind, sollen die jeweils aktuell geltenden Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts beachtet werden...

§ 2 regelt die Maskenpflicht
§ 2 Absatz (2) Inhaber, Leiter und Beschäftigte sowie Kunden, Nutzer und Patienten sind zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Sinne von Absatz 2 Satz 1 verpflichtet
…
7. in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,

Dies gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Verpflichtung nach Satz 1 kann für Inhaber, Leiter und Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden. Die Mund-Nase-Bedeckung kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen Gründen (z.B. Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen) zwingend erforderlich ist.“
Das Nichteinhalten von Regelungen des § 2 stellen derzeit keine Ordnungswidrigkeit nach § 18 dar.

§ 7 regelt die Bedingungen für den Schulungsbetrieb
§7 Externe außerschulische Bildungsangebote
(1) Bei der Durchführung von Bildungsangeboten und Prüfungen von Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Volkshochschulen, Musikschulen sowie sonstigen nicht unter § 6 fallenden öffentlichen, kirchlichen oder privaten außerschulischen Einrichtungen und Organisationen sowie bei Angeboten der Selbsthilfe sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen, zur Begrenzung des Zutritts zu Schulungs- und Prüfungsräumen und zur Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 1 sicherzustellen. Ausnahmen des Mindestabstandes bestehen nur beim Betreten und Verlassen des Unterrichtsraums sowie bei kurzzeitigen Bewegungen zwischen den Sitzreihen. In diesen Fällen ist verpflichtend eine Mund-Nase-Bedeckung (§ 2 Absatz 3) zu tragen. Wenn die Teilnehmer auf festen Plätzen sitzen, kann für die Sitzplätze das Erfordernis eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen durch die Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 2 ersetzt werden.

„Heinsberg-Studie" des Bonner Universitätsklinikums jetzt auch in deutscher Übersetzung
Die Ergebnisse der Studie zur Entwicklung der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg, die im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums von Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Universitätsklinikum Bonn verfasst wurde, stehen nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zunächst gab es die Studie - wie im Wissenschaftsbetrieb weltweit üblich - nur in englisch.
https://www.mags.nrw/coronavirus

Schon Historie, aber immer noch interessant: Die Bezirksregierungen (Dezernate 24) haben (31.03.20) folgende Hinweise bezüglich des bis 19.04. geltenden VO-Textes an die Gesundheitsämter gegeben, der neue Text ist gleichlautend: Die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 regelt in § 7 Abs. 3 nur die therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten und die gesundheitsorientierten Handwerksleistungen. Eine generelle Untersagung der Durchführung der Heilkunde durch Heilpraktiker besteht somit nicht. (Hervorhebung durch uns, d.Red.) Heilpraktiker haben die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. Durch eine Überprüfung wurde festgestellt, dass die Ausübung der Heilkunde durch die betroffenen Person keine Gefahr für die Volksgesundheit (diese Formulierung ist veraltet, spielt aber hier keine Rolle, d.Red.) darstellt (§ 2 Abs. 1 HeilprGDV). Sollten Sie (die Gesundheitsämter, d.Red.) feststellen, dass Heilpraktiker in der aktuellen Situation gefährdendes Verhalten zeigen, können Sie nach § 18 Abs. 4 ÖGDG aufsichtlich tätig werden. Hier sind nach meinem Dafürhalten analog der Regelung für die therapeutische Berufsausübungen nach § 7 Abs. 3 CoronaSchVO die Notwendigkeit der Behandlungen und die Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen Kriterien.

Rheinland-Pfalz
Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz https://corona.rlp.de/index.php?id=33558

Gesundheitswesen
§ 7 (3) Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen geöffnet. Für Patientinnen und Patienten gilt in Wartesituationen gemeinsam mit anderen Personen die Maskenpflicht nach § 1 Abs. 2 Satz 2

(28.03.2020) Das RLP Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie hat ... bestätigt, dass nach Teil 1 §1 Satz (4) der Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (3. CoBeLVO) in Verbindung mit Teil 1 §1 Satz (2) Punkt 9 grundsätzlich nur Behandlungen, bei denen ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten wird, durch Heilpraktiker zulässig sind.
Andere Behandlungen sind nicht zulässig, weil heilkundlich tätige Personen aufgrund einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz weder an der Erbringung ambulanter oder stationärer medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen teilnehmen noch zum Kreis der medizinischen Fachberufe gehören. In Betracht kommen kann eine Behandlung durch Heilpraktiker ohne den Mindestabstand von 1,5 m daher nur in Notfällen.
Wichtig (Anmerkung von uns): Den Notfall bitte wie immer medizinisch diagnostizieren und dokumentieren.

Bildungseinrichtungen
§ 14 (2) Bildungsangebote in öffentlichen oder privaten Einrichtungen außerhalb der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, mit Ausnahme des Gesangsunterrichtes, sowie Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind zulässig, soweit mindestens dem „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ vom 21. April 2020, veröffentlicht auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, in seiner jeweils geltenden Fassung vergleichbare Anforderungen eingehalten werden. Es gelten das Abstandsgebot nach § 1 Abs. 1 Satz 3 und die Pflicht zur Kontakterfassung nach § 1 Abs. 7 Satz 2. Für Sport- und Bewegungsangebote in öffentlichen und privaten Einrichtungen außerhalb der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen gilt § 11 entsprechend.

Saarland
Verordnung zur Bekämpfung...
https://corona.saarland.de/DE/home/home_node.html
§ 2 Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung …
(3) Während des Aufenthaltes in Ladenlokalen und auf Wochenmärkten, die nicht nach § 7 Absatz 1 bis 4 untersagt sind, und in den zugehörigen Wartebereichen haben Kunden und Besucher ab Vollendung des sechsten Lebensjahres eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern gesundheitliche Gründe oder die Art der Leistungserbringung nicht entgegenstehen.
(4) Absatz 3 gilt entsprechend für Besucher in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, für Patienten und Besucher in Arzt- und Psychotherapeutenpraxen, Psychologischen Psychotherapeutenpraxen, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutenpraxen, Zahnarztpraxen, ambulanten Pflegediensten, den übrigen an der Patientenversorgung beteiligten ambulanten und stationären des Einrichtungen des Gesundheitswesens, sowie für Kunden bei Erbringern körpernaher Dienstleistungen soweit die Natur der Dienstleistung dem nicht entgegensteht. Körpernahe Dienstleistung im Sinne dieser Verordnung ist jede Dienstleistung unmittelbar am Menschen, bei der aufgrund ihrer Natur der Mindestabstand des § 1 Satz 2 zwangsläufig nicht eingehalten werden kann.

Sachsen

Sächsische Corona-Schutz-Verordnung
§ 4 Ansammlung von Menschen
(1) Alle Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen sind untersagt. Dies gilt auch dann, wenn das Zusammentreffen nicht im öffentlichen Raum stattfindet. Soweit Personen entsprechend § 2 Absatz 1 zusammentreffen dürfen, liegt keine untersagte Ansammlung nach Satz 1 vor.
(2) Ausgenommen sind …
8. der Besuch von Bildungseinrichtungen und -veranstaltungen, Bildungszentren der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, 

§ 6 Einrichtungen und Angebote für den Publikumsverkehr
(2) Erlaubt sind insbesondere die Öffnung und der Besuch von
5. Bildungseinrichtungen und -veranstaltungen, Tagungs- und Konferenzstätten, Volkshochschulen, Musikschulen, Fahr-, Flug- und Bootsschulen sowie Bildungszentren der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Sprach- und Integrationskursen, Planetarien,
10. Einrichtungen des Gesundheitswesens, 

§ 10 Dienstleistungsbetriebe
Die Erbringung von Dienstleistungen mit unmittelbarem Körperkontakt mit Ausnahme notwendiger medizinischer Behandlungen ist untersagt.
https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html#a-6458
und https://www.coronavirus.sachsen.de/haeufige-fragen-zu-den-ausgangsbeschraenkungen-und-einschraenkungen-des-oeffentlichen-lebens-5074.html

Sachsen-Anhalt
SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung
§ 4 (2) Folgende Einrichtungen oder Angebote dürfen nur für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn sicher gestellt ist, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie Zugangsbegrenzungen nach § 2 Abs. 1 entsprechend ein- gchaltcn und Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen von der Teilnahme ausgeschlossen werden:
12. Bildungsangebote im Gesundheitswesen, Angebote öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen sowie vergleichbarer Einrichtungen wie Volkshochschulen,
https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/

Schleswig-Holstein
Die aktuelle Landesverordnung zur Corona-Bekämpfung erhalten Sie hier:
https://schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2020/II/200605_corona_verordnung_neu.html

Angehörige der Gesundheits- Heilberufe dürfen ihr gesamtes Tätigkeitsspektrum ohne Einschränkungen ausüben. Die Anforderungen an die Hygiene sind zu beachten. Abstandsregeln sind bestmöglich einzuhalten insbesondere was die Praxisorganisation und bestimmte Therapieformen (z.B. Gruppentherapie) betrifft. Da der Betrieb von Schwimmbädern wieder gestattet ist sind sowohl in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen als auch durch niedergelassene Praxen der Heilmittelerbringer Bäder-Therapien wieder zulässig, wenn die Abstandsregelung und Hygienevorgaben eingehalten werden.
Quelle: Informationen der Landesregierung-Häufig gestellte Fragen (8.6.2020):
https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Dossier/Gesundheit_Hygiene.html

Maskenpflicht
Information der Landesregierung
 Regeln zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung(„Maskenpflicht")
Keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung haben z.B Patienten, die Räumlichkeiten der Gesundheits- und Heilberufe oder andere freie Berufe betreten und sich dort aufhalten. Hintergrund ist, dass zum einen durch die Vergabe von Behandlungsterminen der Zutritt zu diesen Räumlichkeiten und der dortige Aufenthalt regelmäßig gesteuert werden kann und zum anderen Patienten, denen aus beispielsweise medizinischen Gründen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, von vornherein der Zutritt erschwert würde. Dessen unbenommen kann der jeweilige Inhaber der Einrichtung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einfordern (Hausrecht). Der Schutz der Mitarbeiter ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Fragen_und_Antworten/Gesundheit_Hygiene/maskenpflicht_s.html

Thüringen
Thüringer Verordnung
§ 2 Kontaktbeschränkungen bei Personenmehrheiten
(1) Personenmehrheiten, insbesondere bei Veranstaltungen, Versammlungen, Ansammlungen sowie sonstigen öffentlichen oder nicht öffentlichen Zusammenkünften jeder Art, sind untersagt, soweit in dieser Verordnung nichts Abweichendes bestimmt ist.
(2) Absatz 1 gilt nicht:
für Personenmehrheiten nach Maßgabe des § 1 Abs. 2,
3. bei der Ausübung beruflicher und amtlicher Tätigkeiten, einschließlich der Mitwirkung in Mitarbeitervertretungen sowie Gewerkschaften und Berufsverbänden,
§ 8 (6) Ab dem 25. Mai 2020 dürfen Bildungseinrichtungen und Bildungszentren für alle Maßnahmen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, der Erwachsenenbildung sowie für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen sowie ausbildungs- und integrationsbegleitende Maßnahmen öffnen.
https://www.tmasgff.de/covid-19/verordnung#c686

Aus dem Schreiben des Ministerium für Gesundheit vom 20. Mai 2020 an unseren Verband: "Die Tätigkeit als Heilpraktiker/in ist nach der aktuellen Rechtslage gemäß § 2 Abs. 1 in Verbindung mit § 12 Abs. 1 ThürSARS-CoV-2-MaßnFortentwVO zulässig, soweit die Infektionsschutzregeln nach §§ 3 bis 5 beachtet werden."

Das Sozialministerium hat eine Information "Branchenregelung für Physiotherapien und andere therapeutische Praxen" als PDF veröffentlicht:
https://www.tmasgff.de/covid-19/arbeit
https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit/Dateien/COVID-19/Branchenregelungen_Physiotherapien.pdf

Baden-Württemberg . Bayern . Berlin . Brandenburg . Bremen . Hamburg . Hessen . Meckenburg-Vorpommern . Niedersachsen . Nordrhein-Westfalen . Rheinland-Pfalz . Saarland . Sachsen . Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein . Thüringen

 


Problemstellung:
Wie legitimiere ich mich als Heilpraktiker/in mit meiner niedergelassenen Praxis
Legen Sie sich Ihre Erlaubnis-Urkunde bereit und machen Sie eine Kopie, die Sie immer mitnehmen, wenn Sie das Haus verlassen (und zur Praxis gehen/fahren). Als Mitglied unseres Berufsverbandes haben Sie einen vom Verband ausgestellten Berufsausweis bekommen (alle Verbände stellen solch einen Ausweis zur Verfügung). Dies ist kein amtliches Dokument, bestätigt aber noch einmal Ihre heilkundliche Tätigkeit in Verbindung mit der Erlaubniserteilung der Verwaltungsbehörde/Gesundheitsamt. Falls Sie nach Ihrer Anmeldung der Praxis beim Gesundheitsamt eine Bestätigung erhalten haben, kopieren Sie diese ebenfalls und nehmen Sie sie immer mit. Ansonsten weisen Sie Ihre Praxisanschrift über eine Visitenkarte, Verordnungszettel oder Briefkopf nach. Sie können eine Eigenerklärung abgeben: Hiermit bestätige ich, dass ich unter der Anschrift .... eine niedergelassene Heilpraktiker-Praxis führe. Datum/Unterschrift/Stempel (!)

 



Problemstellung
Video-Sprechstunde über Skype, FaceTime o.ä. Medien
Im Gegensatz zu den Ärzten durften wir schon immer Videosprechstunden durchführen, müssen aber klare Regeln beachten und dürfen im Prinzip nicht damit werben. Bitte lesen Sie hierzu den Artikel des Rechtsanwaltes Dr. R. Sasse. Dieser Artikel ist auch für Nicht-Mitglieder einsehbar: Heilpraktikerrecht.com_Video-Sprechstunde
Den Ärzten war so etwas bis vor kurzem in ihrer Berufsordnung verboten, dieses Verbot ist per Gesetz aufgehoben.

Das Herangehen, der Ablauf einer Videosprechstunde und eine Liste der Anbieter wird in einer Info der KBV für Ärzte ganz gut dargestellt und kann auch uns helfen:
https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php?

Link zu unserer Information "Coronavirus SARS-CoV-2 Übertragung, Hygiene, IfSG
https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/351-coronavirus-sars-cov-2-wichtige-informationen

 

Werden Praxen geschlossen - Video-Sprechstunde - Legitimation als Heilpraktiker/in

 

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