Der einfachste Weg wäre, wenn sich einfach alle in einem Verband organisieren würden. Die Vielfalt der Verbände aber entsteht immer wieder neu durch neue Verbände, gegründet von Heilpraktikern. So ist es auch in jedem anderen Gesundheitsberuf. Lediglich bei den Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten gibt es durch die Zwangsmitgliedschaft in den jeweiligen halbstaatlichen Berufskammern mit ordnungsrechtlichen Funktionen den Anschein von Einheitlichkeit. Neben den Kammern aber existieren viele, viele Berufs- und Fachverbände.

Es ist in der heutigen Zeit nicht ganz unwichtig, über das Thema Zusammenarbeit und Kommunikation noch im etwas erweiterten und aktuellem Sinne nachzudenken. Einige von Ihnen erhalten Newsletter von anderen Verbänden, wo dann zum Beispiel in großen Lettern eine Gesamtkonferenz der deutschen Heilpraktikerverbände angepriesen wird.

Diejenigen, die das geschrieben haben wissen natürlich, dass dies nicht nur wettbewerbsrechtlich eine Irreführung ist. Wir werden den Prozessweg sicher nicht gehen. Es bleibt aber eine Irreführung, weil es nicht die(!) deutschen Heilpraktikerverbände sind, die diese Gesamtkonferenz ausgerichtet haben. Es ist eine Konferenz von Heilpraktikern.

Es gibt andere "Konferenzen" und die meisten Berufsverbände sind ohnehin untereinander vernetzt und verzahnt. Diese sogenannte Gesamtkonferenz hat es nach unserer Meinung gar nicht nötig, mit so riesen Lettern aufzutrumpfen, weil es völlig in Ordnung und gut ist, wenn sich aus der Fülle der Verbände und Fachgesellschaften heraus Informationskreise bilden, die einen Austausch untereinander vornehmen und gleichberechtigt agieren.

Viele Verbände, die auf dieser sog. Gesamtkonferenz anwesend waren, sind schon seit gut acht Jahren Teilnehmer am sog. Verbändetreffen, das zweimal im Jahr stattfindet zwischen Berufsverbänden und Fachgesellschaften. Die Kommunikation, der Austausch läuft dort in sehr kollegialer Weise. In diesen Fachverbändetreffen sind die AGTCM, der VKHD, der BKHD, die anthroposophischen Heilpraktiker und viele andere vertreten, auch die Arzneimittelkommission, auch Berufsverbände aus dem Kreis des Dachverbands, des DDH, ab und an auch weitere Berufsverbände.

Auch der Verband, der jetzt diese Gesamtkonferenz organisiert hat, nimmt sporadisch teil. Beim letzten Treffen Mitte September allerdings war kein Vertreter gekommen.

Wir finden es nun aber überhaupt nicht problematisch und auch keinen Nachteil für Zusammenarbeit, wenn Information und Austausch auf verschiedenen Ebenen und unter verschiedenen Netzwerken stattfindet. Wichtig ist nur, dass ein respektvoller und ehrlicher Umgang miteinander geführt und Gemeinsamkeit nicht nur in Wort, sondern auch in der Tat praktiziert wird. Das hakt an der einen oder anderen Stelle manchmal und da werden wir alle noch sehr intensiv dran arbeiten müssen.

Wichtig ist in der Zusammenarbeit, dass diese nicht als Selbstzweck stattfindet. Wir müssen daraus Handlungen entwickeln können, wodurch es einen Sinn macht, Gemeinsamkeit, Gemeinschaft zu organisieren. Macht man ein Treffen nur, um seine eigene Position in den glühendsten Farben zu schildern oder andere schlecht zu reden, dann ist das äußerst unproduktiv bis schädlich.

Es ist bereits viel erreicht und gute Praxis z.B. in dem Fachverbändetreffen, sich ernsthaft und kollegial auszutauschen. Die Arzneimittelkommission hält dort u.a. regelmäßig einen sehr ausführlichen Bericht, auch zur Eigenblutthematik und stellt sich der Diskussion.

Wenn wir uns dort gegenseitig unsere Einschätzungen mitteilen, dann beeinflusst uns das. Uns als Freie Heilpraktiker ganz sicher. Wir hören zu, wir argumentieren und wir überlegen und reflektieren, ob das, was wir an politischen Vorgehensweisen haben, zur Gänze oder in Teilen revidiert werden müsste. Wenn das alle machen würden, hätten wir die beste Zusammenarbeit, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Dann braucht man gar keine formalistischen Ebenen. Dann haben wir eine inhaltliche und Inhalt trägt immer stärker als Formalismus.

Unserer Verbände-Zusammenarbeit kompakt

FH e.V. ist Mitglied und einer der Trägerverbände der AMK-Arzneimittelkommission der Deutschen Heilpraktiker www.amk-heilpraktiker.info

FH e.V. ist regelmäßiger Teilnehmer am 2 x jährlich stattfindenden Fach- und Berufsverbändetreffen

FH e.V. ist Kooperationspartner von 21 Heilpraktikerschulen.
Die derzeitige Kooperationsliste kann auf unserer Website eingesehen werden: Unsere Kooperationspartner

Freie Heilpraktiker e.V. ist ordentliches Mitglied im DDH - Dachverband Deutscher Heilpraktikerverbände e.V. www.ddh-online.de.
Der Dachverband besteht aus folgenden Einzelverbänden:

  • FDH-Fachverband Deutscher Heilpraktiker
  • FH-Freie Heilpraktiker
  • FVDH-Freier Verband Deutscher Heilpraktiker
  • UDH-Union Deutscher Heilpraktiker
  • VDH-Verband Deutscher Heilpraktiker
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