1. Haltepunkt: 24.5.2021 Das BMG-Gutachten liegt vor. 2. Haltepunkt: 17.6.2021 Unsere Stellungnahme ist veröffentlicht

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Aus dem Editorial der WIR.Heilpraktiker April-Juni 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein wenig erinnert die derzeitige Lage an unsere Kinderzeit zu Weihnachten: Wir warten auf das Christkind (oder auf Knecht Ruprecht).

Die Veröffentlichung des vom Bundesgesundheitsministeriums bei Prof. Dr. Stock in Auftrag gegebenes Gutachten zum Heilpraktikerrecht wurde seit Oktober 2020 mehrmals verschoben. Jetzt soll das Gutachten zusammen mit einer ersten Bewertung Ende April/Anfang Mai erscheinen. Niemand weiß derzeit, in welche Richtung die Reise geht.

Wir können nicht oft genug daran erinnern, dass bereits seit längerer Zeit ein umfassendes Rechtsgutachten durch den Juristen Dr. René Sasse vorliegt. Es ist öffentlich einsehbar (www.heilpraktikerrecht.com/gutachten/) und kann von allen Interessierten ohne Bezahlt- und Mitglieder-Schranke genutzt werden.

Berufsrechtliche Veränderungen werden kommen und unsere Vorschläge können nur dann auf Gehör stoßen, wenn sie auch rechtlich solide erarbeitet wurden. Das ist unsere grundlegende Verbandsphilosophie und Erfahrung im Dialog mit Politikern, Ministerien und anderen Verbänden.

Es gibt derzeit eine Reihe von Verbandstreffen in verschiedensten Arbeitsgruppen. Mit manchen Verbänden kommen wir zu guten Absprachen, mit anderen gibt es nicht immer einen Konsens. Positiv zu erwähnen ist hier der Heilpraktiker-Schulverband FdHPS e.V. Ihm ist es zu verdanken, dass inzwischen ein sehr gutes und tragfähiges Konzept zur Neu- regelung der Ausbildung vorliegt. Die Kurzfassung haben wir in der April-Ausgabe der WIR abgedruckt. Das umfangreiche Gesamtkonzept ist öffentlich abrufbar www.fdhps.de/perspektiven.html.

Es gibt weitere Konzepte. Nicht mit allen können wir uns anfreunden. Das spielt aber auch keine Rolle, denn die gesetzlichen Regelungen werden nicht durch die Verbände, sondern von den Ministerien und Parlamenten gemacht. Vorschläge werden dort als „Lobby-Vorschläge“ angenommen und gesichtet. Um so sachbezogener, umsetzbarer und juristisch durchdachter sie sind, desto eher werden sie ernst- und wahrgenommen.

Ob es am Ende des Tages eine durch die Heilpraktiker/innen akzeptierte Ausbildungs-Neuregelung geben wird, können wir vielleicht nach der Veröffentlichung des BMG-Gutachtens erahnen. Bis zur Neubildung der Bundesregierung nach der Bundestagswahl im September 2021 rechnen wir nicht mehr mit Gesetzesentwürfen. Und sollte es zu langwierigen Koalitionsverhandlungen kommen, müssen wir vielleicht sogar bis ins Frühjahr 2022 warten.

Wir als FH fühlen uns in jedem Fall gut vorbereitet.

Herzlichst, Ihr Dieter Siewertsen
Heilpraktiker und Vorsitzender Freie Heilpraktiker e.V.

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