Krebstherapien und mediale Aufmerksamkeit


Aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass ein Hinweis: Heilpraktiker die eine direkte Krebsbehandlung anbieten, befinden sich in einer rechtlichen Grauzone. Sehr leicht werden hier Straftatbestände vom Betrug bis hin zur fahrlässigen Tötung verwirklicht. Auf das Berufsbild „Heilpraktiker“ haben entsprechende Behandler einen desaströsen Einfluss, da sie oftmals mediale Aufmerksamkeit erfahren. Welchen Einfluss dies auf politische Entscheidungsträger haben wird, ist kaum abzusehen. Es gilt der juristische Grundsatz: hard cases make bad law.

Es dürfte eine der großen berufspolitischen Herausforderungen des Berufsstandes sein, die kleine (!) Gruppe der unseriösen Behandler aus dem Berufsbild des Heilpraktikers auszugrenzen. Es ist ebenso Aufgabe der Aufsichtsbehörden ihrer Aufgabe zum Patientenschutz konsequent nachzukommen. Hierzu bedarf es weder neuer Gesetzesgrundlagen noch politischem Aktionismus, sondern schlichtweg einer konsequenten Anwendung der bereits vorhandenen Eingriffsbefugnisse.

Zur Klarstellung: Nicht gemeint sind hier rein begleitende und unterstützende naturheilkundliche Behandlungen in einem angemessenen finanziellen Rahmen.

Dr. René Sasse, Rechtsanwalt
Dortmund, 2. Mai 2017

Quelle:
https://www.facebook.com/FreieHeilpraktiker
https://www.facebook.com/Rechtsanwalt-Dr-René-Sasse


 
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