Satzung


§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Sitz ist Düsseldorf.
Der Verein ist im Vereinsregister Düsseldorf am 4. 11. 1982 unter der Nr. 6153 eingetragen worden.

§ 2 Zweck und Aufgaben des Vereins

1. Zweck des Vereins ist die Wahrnehmung von standespolitischen, rechtlichen und fachlichen Interessen der Mitglieder. Der Verein nimmt die beruflichen Interessen der in ihm zusammengeschlossenen Heilpraktiker wahr, um den Heilpraktikern die wirtschaftliche Basis zur Ausübung der Heilkunde zu erhalten. Der Verein verfolgt den Zweck, seine Mitglieder beruflich zu fördern.

2. Insbesondere tritt der Verein ein für

2.1 eine freie und individuelle Entfaltungsmöglichkeit des Heilpraktikers entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen ohne äußere Zwänge.

2.2 Der Verein lehnt deshalb jegliche Maßnahmen, gesetzliche Regelungen und sonstige Eingriffe ab, die diese freien Entfaltungsmöglichkeiten des Einzelnen einengen und hierdurch zu einer Behinderung der natürlichen Heilweisen durch den Begabten zum Nachteil des Hilfesuchenden führen würden.

2.3 das verstärkte Wirken, die Aus- und Weiterbildung der Heilpraktiker im Sinne der Großen wie Pastor Felke, Paracelsus, Hahnemann, Baunscheidt, Prießnitz, Kneipp, Dr. Schüßler u.v.a. des Heilpraktikerstandes und den Ärzten der echten Natur- und Volksheilweisen.

3. Der Verein sucht das sachliche Gespräch zum Wohle des Kranken und Gesunden mit allen Institutionen, Gruppen und Personen, die sich beruflich, politisch und als Laien mit Gesundheitsfragen, naturgemäßer Lebensweise und der Förderung der Naturheilweisen beschäftigt.

4. Der Verein will der öffentlichen Gesundheitsfürsorge dienen, indem er Aufklärung über eine naturgemäße Lebensweise für Kranke wie auch Gesunde gibt.

5. Der Verein hat die Aufgabe

a. bei den zuständigen Dienststellen und Behörden die Interessen und Belange der Heilpraktiker wahrzunehmen.

b. an der Aus- und Fortbildung der Heilpraktikerausbildung sowie an der Verbesserung derselben mitzuwirken, wobei der Verein allen Vorbereitungsformen auf den späteren Beruf des Heilpraktikers den ihnen gebührenden Platz im Sinne einer mündigen freien Wahl des Einzelnen einräumt, solange am Ende dieser Ausbildung eine verantwortliche Entscheidung zu verantwortungsbewußtem Handeln im Rahmen der Möglichkeiten des Einzelnen steht.

c. die berufliche Fortbildung zu fördern.

d. Fortbildungsveranstaltungen, Lehrgänge, Seminare u.ä. für die Heilpraktiker und Heilpraktikeranwärter ohne Gewinnstreben durchzuführen.

e. das kollegiale Verhältnis der Heilpraktiker untereinander zu fördern.

f. eine den Heilpraktikerbelangen entsprechende Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen.

6. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeit entsprechend der Gemeinnützigkeitsverordnung.

§ 3 Mitgliedschaft

1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in

a) ordentliche Mitglieder
b) außerordentliche Mitglieder
c) fördernde oder korrespondierende Mitglieder
d) Ehrenmitglieder

Zu a) Ordentliches Mitglied kann nur werden, wer nach dem jeweils geltenden Recht zulässigerweise die Heilkunde ohne Bestallung berufsmäßig ausüben darf.

Die ordentliche Mitgliedschaft können auch Verbände und Vereine deutscher Heilpraktiker erlangen.

Zu b) Außerordentliche Mitglieder können Personen werden, die sich zulässigerweise in einer von dem Verein anerkannten Form auf die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung vorbereiten.

Zu c) Hierunter fallen Personen, welche die Ziele und Bestrebungen des Vereins als förderndes oder korrespondierendes Mitglied unterstützen wollen.

Zu d) Ehrenmitglieder sind Personen, die wegen ihrer besonderen Verdienste um den Verein oder um die alten Naturheilweisen auf Antrag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung ernannt werden.

2. Der Antrag auf Aufnahme ist schriftlich unter Vorlage der Unterlagen, aus denen sich das Vorliegen der Voraussetzungen der Mitgliedschaft ergibt, an den Vorstand zu stellen.

3. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme wird durch den Vorstand schriftlich bestätigt.

§ 4 Ende der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet

a) bei ordentlichen Mitgliedern als Verein oder Verband
aa) durch Austritt
ab) durch Ausschluß

b) in allen übrigen Fällen
ba) durch Tod
bb) durch Zurücknahme der behördlichen Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (vorbehaltlich der Bestimmungen des
§ 3, Abs. b), c), d)
bc) durch Austritt
bd) durch Ausschluß

2. Die Kündigung durch Austritt kann erstmals nach Ablauf eines Mitgliedjahres mit einer Frist von drei Monaten zu Ablauf des folgenden Kalenderjahres erfolgen. Danach ist der Austritt jeweils zum Ablauf eines Kalenderjahres mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist möglich. Die Kündigung muß schriftlich per Einschreiben an den Vorstand erfolgen.

3. Der Ausschluß kann erfolgen

a) bei Verletzung der Berufspflichten, standesunwürdigem Verhalten, groben Verstoß gegen die Interessen des Vereins, groben und/oder wiederholtem Verstoß gegen die Satzung oder Berufsordnung des Vereins.

b) wenn ein Mitglied trotz erfolgter Mahnung mit der Beitragszahlung mehr als sechs Monate im Rückstand ist.

Der Ausschluß entbindet nicht von der Begleichung des Rückstandes.

4. Über den Ausschluß, der mit sofortiger Wirkung erfolgt, entscheidet der Vorstand einstimmig.

Der Ausschluß ist schriftlich zu begründen.

Zu 3. a) kann das Mitglied innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Ausschlußbescheides beim Vorstand unter Aufführung von Gründen oder Vorlage von Entlastungsmaterial Beschwerde einlegen.

Der Vorstand entscheidet danach erneut einstimmig und teilt seine Entscheidung dem Betroffenen schriftlich mit.

5. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen sämtliche Rechte und Pflichten gegenüber dem Verein, mit Ausnahme der Verpflichtung zur Zahlung rückständiger Beiträge.

§ 5 Beiträge

Die Höhe des Beitrages wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt. Der Beitrag ist zu Beginn eines Kalenderjahres fällig; er kann in vierteljährlichen Raten entrichtet werden. Auf Antrag kann der Beitrag durch den Vorstand gestundet oder erlassen werden.

§ 6 Organe

Organe des Vereins sind

1. die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens alle zwei Jahre statt.

2. Die Mitgliederversammlung ist einzuberufen, so oft es die Interessen des Vereins erfordern. Ob ein Erfordernis vorliegt, entscheidet der Vorstand.

3. Die Mitgliederversammlung ist ferner zu berufen, wenn wenigstens ein Drittel aller stimmberechtigten Mitglieder oder Mitgliedervereine, die ein Drittel der Stimmberechtigten auf sich vereinen, es unter Angabe des Zweckes, der Gründe und der Tagesordnung verlangen.

4. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vereins schriftlich mit einer Frist von mindestens 30 Tagen unter Angabe der Tagesordnung einberufen.

5. Die Versammlung wird vom Vorsitzenden geleitet.
Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen gefaßt.
Die Beschlüsse sind in einem schriftlichen Protokoll zu erfassen und vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen.

Wahlen sind dann geheim durchzuführen, sofern dies von einem anwesenden stimmberechtigten Mitglied verlangt wird sowie wenn zwei Bewerber für ein Amt kandidieren.

Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigt.

Für den Widerruf eines gewählten Vorstandsmitgliedes ist eine zweidrittel-Mehrheit erforderlich.

Abstimmungsberechtigt sind hierzu nur die ordentlichen Mitglieder. Der Antrag hierzu muß Bestandteil der Tagesordnung für die nächste Mitgliederversammlung sein.

6. Das Stimmrecht ruht, wenn ein Mitglied mit mehr als einer Vierteljahresrate im Rückstand ist.

7. Jede ordentlich einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig.

8. Anträge zur Mitgliederversammlung müssen mindestens 14 Tage vor Versammlungsbeginn dem Vorstand vorliegen.

9. Stimmübertragungen sind ausgeschlossen. Vereine und Verbände als Mitglieder sind durch ihre Delegierten vertreten. Auf jedes angefangene zweihundert ihrer Mitglieder, die am Kalenderjahresbeginn gemeldet sind, erhalten sie eine Stimme.

10. Jedes ordentliche Einzelmitglied sowie jedes Ehrenmitglied hat eine Stimme.

Die außerordentlichen Mitglieder haben Stimmrecht bei

a. Wahlen zum Vorstand
b. Entlastung des Vorstandes
c. Wahlen des Kassenprüfers
d. Abstimmung zu Beschlüssen zur Aus- und Fortbildung der Heilpraktikeranwärter.

Fördernde und korrespondierende Mitglieder haben kein Stimmrecht.

§ 8 Der Vorstand

1. Der Vorstand des Vereins besteht aus

a. dem Vorsitzenden
b. dem stellvertretenden Vorsitzenden
c. bis zu drei Beisitzern
d. bis zu einem Beisitzer als Vertreter der außerordentlichen Mitglieder.

2. Der Vorsitzende, im Behinderungsfall der stellvertretende Vorsitzende, vertreten den Verein nach innen und außen im Sinne des § 26 BGB.

Der Behinderungsfall ist nicht nachzuweisen.

3. Der Vorsitzende ist gleichzeitig Geschäftsführer des Vereins.

Dem Geschäftsführer kann eine angemessene monatliche Entschädigung zugestanden werden, deren Höhe der Vorstand festlegt.

Der Vorstand kann im Bedarfsfalle auch einen hauptamtlichen Geschäftsführer oder sonstige Hilfskräfte einstellen.

4. Der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und die Beisitzer gemäß § 8 1.1 bis 8 1.3 müssen Heilpraktiker im Sinne des Heilpraktikergesetzes sein.

5. Die Mitglieder des Vorstandes zu § 8 1.1 und 8 1.2 werden durch die Mitgliederversammlung bis auf Widerruf, zu § 8 1.3 auf 4 Jahre und zu § 8 1.4 auf 2 Jahre gewählt.

6. Der Vorstand bleibt bis zur Neu- oder Wiederwahl im Amt.

7. Das Amt der Vorstandsmitglieder ist ein Ehrenamt. Tatsächlich gehabte Barauslagen, Spesen, Fahrtkosten, werden den Vorstandsmitgliedern im Rahmen der dafür vorgesehenen Mittel ersetzt.

§ 9 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 10 Satzungsänderung

Satzungsänderungen sind den Mitgliedern anzuzeigen und durch die Mitgliederversammlung mit 3/4 der anwesenden Stimmberechtigten zu beschließen.

§ 11 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur durch eine zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung mit 3/4-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten vorgenommen werden.

Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand.

Das Vereinsvermögen fällt an einem Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweisen.

§ 12 Sitz und Gerichtsstand

Sitz und Gerichtsstand des Vereins ist Düsseldorf.

40223 Düsseldorf, 15. September 1982

Eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Düsseldorf am 4. 11. 1982,

Satzungsänderungen am 8. 2. 1984, 19. 6. 1990 und 15. 9. 1995, 15.9.2001.

 
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